Über Morsø » Tradition und Erneuerung
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Der originale gusseiserne Ofen
Ein vorausschauender und dynamischer Mann, N.A. Christensen, wagte es 1853, mitten in Nykøbing Mors seine eigene Eisengießerei zu gründen. Sein beruflicher Werdegang bestand aus einer kaufmännischen Ausbildung und drei Jahren Erfahrung in der Buchhaltung einer Eisengießerei in Thisted.

Die Eisengießerei startete mit fünf Mitarbeitern und konnte alles liefern, was aus Gusseisen hergestellt werden konnte – Stallfenster, Grabkreuze, Herde, Töpfe und Pfannen. Die Rohstoffe Eisen, Kohle, Koks und Formsand wurden aus England, Deutschland und Schweden importiert. Man kaufte auch altes Eisen zum Umschmelzen auf. Aufgrund seines gut entwickelten Talents für gute Handelsgeschäfte, seiner kreativen Ideen und seiner Fähigkeit, tüchtige Leute zu finden, machte N.A. Christensen die spätere Morsø Eisengießerei zu einem großen Erfolg, und bereits Ende des 19. Jahrhunderts waren die gusseisernen Morsø-Erzeugnisse im ganzen Land bekannt. Einige der beliebten Erzeugnisse waren Kachelöfen und Herde. Sie lösten die alten, viereckigen Zimmeröfen ab, die von einer offenen Feuerstelle in der Küche aus bedient wurden.
Lieferant an den Königlichen Dänischen Hof Zu seinem 50-jährigen Jubiläum war die Eisengießerei eines der großen Unternehmen des Landes mit etwa 350 Mitarbeitern geworden. Morsø hatte sich zum damaligen Zeitpunkt auf Erzeugnisse zum Heizen und Kochen spezialisiert. Beispielsweise hat Morsø seit 1890 in etwa 1.000 Kirchen im ganzen Land Heizgeräte aufgestellt und auch Öfen an viele Schulen geliefert sowie einen besonderen Ofen entwickelt, den „Etats- oder Beamtenofen“, der in vielen Büros der Post-, Telegrafen- und Zollbehörden sowie bei der Staatsbahn und in Ministerien aufgestellt wurde. Auf Schloss Amalienborg wurden Öfen im Empirestil aufgestellt, und Morsø erhielt 1915 das Lieferantenprädikat für große Lieferungen von Öfen an die Palais auf Amalienborg und an mehrere andere, königliche Residenzen.

Das Konvektionsprinzip
Auf der Schwelle zum neuen Jahrhundert hatte Morsø, in Zusammenarbeit mit anderen damaligen Gießereien, ein neues revolutionierendes Verfahren entwickelt, um die warme Luft vom Ofen schnell und effektiv zu verteilen. Dieses Verfahren war im Großen und Ganzen dasselbe wie heute: Die Seitenplatten, die um die Brennkammer montiert werden, bilden Luftkanäle, in denen die kalte Luft von unten eingesaugt, dann aufgewärmt und nach oben verbreitet wird. Eines der frühen Beispiele für einen Morsø Kachelofen mit Konvektion ist der wunderschöne so genannte „Pfauenofen“.

Herausfordernde Zeiten
Durch die fünfziger und sechziger Jahre hindurch überholte die Zentralheizung den Kachelofen, aber dann führte Morsø eine revolutionierende Neuheit ein! Den eleganten, offenen Kaminofen 1122, der als moderner Nachfolger der damaligen Kachelöfen vorgestellt wurde. Dies verschaffte Morsø Aufmerksamkeit, aber es war erst die Energiekrise im Jahre 1973, die die Nachfrage nach Kaminöfen ernsthaft steigen ließ. Es war der Startschuss zu einem markanten Wachstum in sowohl der Entwicklung von als auch der Nachfrage nach Morsø-Kaminöfen. Das Limfjord-Unternehmen musste allerdings noch durch eine weitere kritische Phase Anfang der neunziger Jahre, als die Situation für die Eisengießereien in Dänemark generell schwer war. Aber man gewann wieder Oberwasser, das Unternehmen wurde getrimmt und in ein neues Jahrtausend gesteuert.

Der originale gusseiserne Kaminofen
Es war in der Morsø Eisengießerei, wo der originale gusseiserne Kaminofen geschaffen wurde. Seither hat sich Morsø als einer der führenden Hersteller von gusseisernen Kaminöfen in der Welt etabliert und exportiert heute Kaminöfen in alle Teile der Welt – ungeachtet des Klimas. Vom nördlichsten Europa bis zum südlichsten Afrika. Von den USA und Kanada bis nach Australien und Japan. In mehr als 25 Ländern heizt man mit Morsø-Kaminöfen.


Morsø Jernstøberi A/S
Furvej 6 7900 Nykøbing Mors Denmark Tlf: +45 9669 1900 Fax: +45 9772 2169 E-mail: stoves@morsoe.com